Ursprung der Ausbildung "Kursleiter*in für Waldbaden"


Die Ausbildung zum Waldbaden entstand - wie es so oft im Leben passiert - zuerst einmal gar nicht aus meinen eigenen Überlegungen.

 

Waldbaden an sich biete ich schon seit vielen Jahren an - entweder in der Reinform ("nur" Waldbaden) oder als Ergänzung zu meinen Taijiquan- und Qigong-Angeboten.

 

2017 kamen jedoch die ersten Nachfragen nach Ausbildungen dazu - ob ich das denn auch anbieten würde. Da ich im Bereich Ausbildung seit Beginn meiner beruflichen Laufbahn zu tun habe und ich sehr gerne mein Wissen weitergebe, entwickelte ich den Ausbildungsgang "Kursleiter*in für Waldbaden - Achtsamkeit im Wald". Erfahrungen dazu sammelte ich unter anderem bei einer befreundeten Japanerin in der Schweiz, die ihre Ausbildung zur gleichen Zeit zum "Forest Therapy Guide" als erste Europäerin in Japan bei der Forest Therapy Society Japan absolvierte:

Hier gehts zur Website von Akiko.

 

Meine ersten Termine standen - die Anmeldungen gingen recht rasant ein. Doch bevor ich noch die ersten privaten Ausbildungen machte, kam eine Anfrage aus Bad Iburg. Dort wollte man im Rahmen der Niedersächsischen Landesgartenschau 2018 das Waldbaden ebenfalls anbieten. Nach einem ersten Einführungsvortrag dort, engagierten mich die Verantwortlichen als Ausbilderin für Waldbaden. Die erste Ausbildung begann also schon Ende 2017 und im Januar 2018 bestanden die ersten 6 Teilnehmer*innen ihre Prüfung zu "Kursleiter*innen für Waldbaden - Achtsamkeit im Wald".

 

Die Waldbaden-Angebote auf der Landesgartenschau wurden zu einem vollen Erfolg - mehrere 1000 Menschen nahmen an den Waldbade-Impulsen im Waldkurpark teil.


Am 29. Januar 2018 startete dann meine erste private Ausbildung im Kloster Tiefenthal - mit am Ende 12 frischgebackenen tollen Kursleiter*innen für Waldbaden. Besonders beachtlich war der Spaß und die Freude der Gruppe, obwohl die Temperaturen teilweise bis in den Minusbereich glitten,  aber auch der Beweis: der Wald muss nicht grün sein (ein bisschen ist er es ja immer), damit man Waldbaden kann.


Und bis heute hält die große Nachfrage nach Ausbildungsplätzen an.

 

2018 gründete ich mit meiner Kollegin Jasmin Schlimm-Thierjung die Deutsche Akademie für Waldbaden, um die Aus- und nun auch die Fort- und Weiterbildungen in diesem Bereich auf ein tiefes und breites Fundament zu stellen.

 

Der Ablauf der Ausbildung ist in etwas gleich geblieben - hinzu kamen neben dem Erstellen einer Projektarbeit und einem angeleiteten Selbststudium noch eine Dokumentation über ein selbst geleitetes Waldbad. Diese Dokumentationen machen mir beim Lesen besonders viel Freude, da die Absolvent*innen meist sehr gestärkt aus ihrem ersten selbst angeleiteten Waldbad herausgehen und so der Sprung in das Aktiv-Werden nach der Ausbildung viel leichter fällt.



Jasmin, unser Team und ich möchten unsere Kursleiter*innen auf ihrem Weg auch nach der Ausbildung weiter zur Seite stehen. Deshalb gibt es Aufbaumodule, das Netzwerk-Waldbaden, Netzwerktreffen für Absolvent*innen der Akademie, diverse Fortbildungen im Bereich Waldbaden und unseren Waldbaden-Kongress.

Jasmin hat zudem einen Ausbildungsgang entwickelt, der Interessierte speziell für Waldbadenkurse für Kinder und Jugendliche fit macht.


Überrascht war ich von dem großen Erfolg der Ausbildungen,

gefreut habe ich mich, dass Jasmin ihre geballte Kompetenz nun auch miteinbringt und

motiviert bin ich, den Gedanken des Waldbadens weiter "in die Welt" zu tragen.

 

Deshalb ruhe ich mich nicht auf dem ersten Erfolg aus, sondern blicke gespannt und mit vielen weiteren Ideen in die Zukunft.