Die Alteburg im Schlingswald bei Lorsbach


Die Alteburg bei Lorsbach liegt auf einem Bergsporn, dessen Kuppe eine Höhe von 297,5 Meter  hat. Die Anlage besteht aus einem ovalen Ringwall sowie einem ca. 130 Meter langen Vorwall, der den Bergsattel sperrt. Es handelt sich heute nur noch um ein Bodendenkmal. Funde stammen aus der Späthallstatt-/Frühlatènezeit, was zeigt, dass der Berg schon im 6./5. Jahrhundert vor Christus wahrscheinlich von Kelten besiedelt war.

 

Bei neueren Untersuchungen wurden einige flache Flächen, auf denen Häuser gestanden haben könnten, sichtbar. Mutmaßlich bestanden diese Häuser aus Holz und Lehm. Man geht davon aus, dass zwischen 10 und 100 Menschen hier gelebt haben.

 

Der Platz hatte durchaus strategische Bedeutung, da im Tal bereits in der Eisenzeit ein wichtiger Verkehrsweg durch den Taunus führte.

Außerdem gab es hier wertvolles Eisenerz.

 

Interessant ist auch, dass es von der Alteburg bei Lorsbach eine Blickachse zum Altkönig am Großen Feldberges gibt - wenn man sich die Bewaldung wegdenkt. Auf dem Altkönig gibt es eine imposante Ringwallanlage. Es ist gut möglich, dass man den Standort der Alteburg bei Lorsbach auch wegen dieser Blickachse gewählt hat und dass man durch Feuer und Rauch Signale weitergab.

 

Die Alteburg ist heute besonders im Sommer durch Gestrüpp schwer erreichbar - gerade deshalb ist dies mein besonderer Kraftort. Hier finde ich Stille.

Die Bäume, insbesondere Eichen, Buchen und einige Fichten wachsen hier ungestört und begleiten mich schon viele Jahre, wenn ich von Lorsbach hier herauf komme.

 

Die Ringwallanlage ist noch gut erhalten und für jeden Wanderer ein lohnendes Ziel, insbesondere dann, wenn er sich noch ein wenig mit der Geschichte auseinandersetzt, die mit der Geschichte Lorsbachs eng zusammenhängt.